Du stehst vor der Herausforderung, dein 17 bis 20 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit einem integrierten Essbereich optimal einzurichten? Eine solche Fläche erfordert clevere Raumplanung, um Funktionalität und Gemütlichkeit miteinander zu vereinen, ohne dass der Raum überladen wirkt. Hier findest du praxiserprobte Strategien, um diesen vielseitigen Lebensbereich stilvoll und effizient zu gestalten.
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Die Grundlegende Raumaufteilung: Funktionalität trifft Ästhetik
Bei der Einrichtung eines Wohnzimmers mit integriertem Essbereich auf 17 bis 20 qm ist die Zonierung der Schlüssel. Du musst klar definieren, wo der Wohnbereich endet und der Essbereich beginnt, um visuelle Klarheit und praktische Nutzung zu gewährleisten. Dies gelingt durch Möbelplatzierung, Teppiche oder sogar durch subtile Änderungen im Bodenbelag oder der Wandgestaltung.
Bereichsabgrenzung durch Möbel
Der strategische Einsatz von Möbeln ist die einfachste und effektivste Methode, um die Bereiche zu trennen:
- Sofa als Raumteiler: Platziere das Sofa so, dass es den Übergang vom Wohn- zum Essbereich markiert. Das Sofa kann auch als visuelle Barriere dienen, ohne den Raum zu verschließen.
- Regalsysteme: Offene Regale oder schmale Raumteiler können eine sanfte Trennung schaffen und gleichzeitig Stauraum und Dekorationsfläche bieten.
- Teppiche: Ein Teppich unter dem Sofabereich und ein separater Teppich oder gar kein Teppich im Essbereich helfen, die Zonen optisch voneinander abzugrenzen.
Beleuchtung als Zonierungswerkzeug
Die richtige Beleuchtung kann Wunder wirken, um verschiedene Bereiche hervorzuheben und zu definieren:
- Wohnbereich: Gemütliches Stimmungslicht durch Steh- und Tischleuchten.
- Essbereich: Eine Pendelleuchte über dem Esstisch schafft einen Fokuspunkt und betont die Esszone.
Möbelwahl für kleine Räume: Multifunktionalität und Proportion
Die Auswahl der richtigen Möbel ist entscheidend. Auf 17 bis 20 qm ist es ratsam, auf multifunktionale und proportional passende Möbel zu setzen, um den Raum nicht zu überladen.
Das Sofa: Herzstück des Wohnbereichs
Wähle ein Sofa, das nicht zu wuchtig ist. Ein kompaktes Ecksofa oder ein stilvolles 2-Sitzer-Sofa mit schlanken Beinen kann den Raum optisch öffnen.
- Größe und Form: Achte auf die Gesamtabmessungen und die Linienführung des Sofas.
- Multifunktion: Ausziehbare Sofas mit integriertem Bettkasten bieten zusätzlichen Stauraum oder eine Schlafmöglichkeit für Gäste.
Der Esstisch: Kompakt und flexibel
Für den Essbereich eignen sich runde oder rechteckige Tische, die nicht mehr als 4-6 Personen aufnehmen müssen, es sei denn, du erwartest regelmäßig größere Gesellschaften. Klapp- oder Ausziehtische sind ideale Lösungen für begrenzte Platzverhältnisse.
- Runde Tische: Fördern die Kommunikation und sind oft platzsparender in der Handhabung.
- Ausziehbare Tische: Bieten Flexibilität für den Alltag und besondere Anlässe.
- Stapelbare oder schmale Stühle: Machen es einfacher, sie bei Nichtgebrauch zu verstauen.
Stauraum: Clever und unauffällig
Nutze vertikalen Raum und integrierte Lösungen, um für Ordnung zu sorgen, ohne den Raum zu dominieren.
- Wandregale: Schaffen Platz für Bücher, Dekoration und persönliche Gegenstände.
- Sideboards und Kommoden: Bieten geschlossenen Stauraum und können gleichzeitig als Ablagefläche dienen.
- Sitzbänke mit Stauraum: Kombinieren Sitzgelegenheit mit verstecktem Stauraum im Wohn- oder Essbereich.
Farbkonzept und Lichtgestaltung: Räume größer wirken lassen
Die Wahl der Farben und die geschickte Nutzung von Licht sind essenziell, um einen kleinen Raum größer und offener wirken zu lassen.
Helle Farben für mehr Weite
Helle, neutrale Farben wie Weiß, Beige, Hellgrau oder Pastelltöne reflektieren das Licht und lassen den Raum optisch größer erscheinen. Dunkle Farben können Akzente setzen, sollten aber sparsam eingesetzt werden.
- Wände: Helle Wandfarben sind ideal für die Grundgestaltung.
- Möbel: Helle Polster und Holzoberflächen verstärken den Effekt.
- Akzente: Setze Akzente mit Kissen, Bildern oder Dekorationsobjekten in kräftigeren Farben.
Licht ist dein bester Freund
Eine gut durchdachte Beleuchtung ist mehr als nur Funktionalität – sie schafft Atmosphäre und beeinflusst, wie groß ein Raum wahrgenommen wird.
- Natürliches Licht maximieren: Halte Fenster frei von schweren Vorhängen. Verwende helle, transparente oder halbtransparente Gardinen, um Privatsphäre zu wahren und gleichzeitig Licht hereinzulassen.
- Künstliche Beleuchtung: Eine Kombination aus Deckenlicht, Stehleuchten, Tischleuchten und eventuell Wandleuchten sorgt für eine flexible und stimmungsvolle Ausleuchtung. Dimmer sind Gold wert, um die Lichtintensität je nach Situation anzupassen.
- Spiegel: Strategisch platzierte Spiegel können das Licht reflektieren und den Raum optisch verdoppeln.
Materialien und Texturen: Gemütlichkeit und Stil
Die Wahl der Materialien und Texturen trägt maßgeblich zur Atmosphäre deines Wohn-Ess-Bereichs bei. Kombiniere verschiedene Elemente, um Tiefe und Charakter zu schaffen.
Natürliche Materialien
Holz, Rattan oder Kork bringen Wärme und Natürlichkeit in den Raum. Diese Materialien lassen sich gut mit anderen Stilen kombinieren und wirken nie überladen.
Weiche Textilien
Kissen, Decken und Teppiche aus weichen Materialien wie Baumwolle, Wolle oder Samt laden zum Verweilen ein und sorgen für ein behagliches Ambiente. Achte auf unterschiedliche Texturen, um visuelles Interesse zu wecken.
Ordnung halten: Der Schlüssel zur Raumeffizienz
In einem kleineren Raum fallen Unordnung und überflüssige Gegenstände sofort ins Auge. Ein durchdachtes Ordnungssystem ist daher unerlässlich.
- Minimalismus: Reduziere die Anzahl an Dekorationsgegenständen auf das Wesentliche. Weniger ist oft mehr.
- Versteckter Stauraum: Nutze Möbel mit integriertem Stauraum, wie z.B. Sofatruhen, Hocker mit Klappdeckel oder Kommoden mit Schubladen.
- Regelmäßiges Ausmisten: Nimm dir regelmäßig Zeit, um Dinge auszusortieren, die du nicht mehr benötigst.
Besondere Einrichtungsideen für deinen 17-20 qm Wohn-Ess-Bereich
Der L-förmige Grundriss
Bei einem L-förmigen Grundriss kannst du die Ecke des „L“ oft ideal für den Essbereich nutzen. Das Sofa steht dann im offenen Wohnbereich. Diese Aufteilung schafft natürliche Trennung ohne Raumverlust.
Die offene Wohnküche als Erweiterung
Wenn deine Küche direkt an den Wohnbereich angrenzt, kannst du sie quasi als Erweiterung deines Wohn-Ess-Bereichs betrachten. Ein Tresen mit Barhockern kann hier als zusätzliche Sitz- und Arbeitsfläche dienen und den Übergang fließend gestalten.
Der schmale, langgezogene Raum
Bei einem schmalen, langgezogenen Raum ist es ratsam, den Wohnbereich eher am Fenster zu platzieren und den Essbereich Richtung Mitte oder Rückseite des Raumes zu verlegen. Dies schafft eine bessere Proportion und verhindert, dass der Raum noch schmaler wirkt.
Vertikaler Raum nutzen
Denke in die Höhe! Wandregale, Hängevitrinen oder hoch aufragende Pflanzen können den Raum optisch strecken und gleichzeitig nutzbaren Raum schaffen.
Flexible Möbel als Alleskönner
Setze auf Möbel, die sich anpassen lassen. Ein Couchtisch, der sich hochfahren und in einen Esstisch verwandeln lässt, ist eine clevere Lösung für kleine Räume. Klappstühle oder ein schmaler, ausziehbarer Esstisch sind ebenfalls sehr empfehlenswert.
Stilfragen: Dein persönlicher Touch
Unabhängig von der Größe sollte dein Wohn-Ess-Bereich deinen persönlichen Stil widerspiegeln. Ob modern, skandinavisch, minimalistisch oder bohemian – die Prinzipien der Raumgestaltung bleiben gleich.
Moderner Stil: Klare Linien und Funktionalität
Setze auf geradlinige Möbel, gedeckte Farben und dezente Accessoires. Weniger ist hier definitiv mehr. Glas, Metall und hochwertige Kunststoffe dominieren oft diesen Stil.
Skandinavischer Stil: Helle Farben und natürliche Materialien
Helles Holz, viel Weiß und Grau, kombiniert mit gemütlichen Textilien und Pflanzen. Dieser Stil wirkt luftig und einladend und passt perfekt in kleinere Räume.
Minimalismus: Reduktion auf das Wesentliche
Wenige, aber dafür gut ausgewählte Möbelstücke. Fokus auf Funktionalität und eine aufgeräumte Ästhetik. Klare Formen und eine dezente Farbpalette sind charakteristisch.
Die Gestaltung der Wandflächen
Die Wände bieten viel Potenzial, den Raum aufzuwerten, ohne Stellfläche zu beanspruchen.
- Bildergalerien: Eine Sammlung von Bildern in verschiedenen Größen und Rahmen kann eine leere Wand beleben und Persönlichkeit verleihen.
- Dekorative Wandpaneele: Diese können Struktur und Tiefe schaffen.
- Ein großer Spiegel: Wie bereits erwähnt, ein Klassiker zur optischen Vergrößerung.
| Kategorie | Empfehlungen für 17-20 qm Wohnzimmer mit Essbereich | Wirkung |
|---|---|---|
| Zonierung | Sofa als Raumteiler, Teppiche, offene Regale | Schafft klare Funktionsbereiche, ohne den Raum zu teilen |
| Möbelwahl | Kompakte, multifunktionale Möbel, Ausziehtische, schmale Stühle | Spart Platz, maximiert Funktionalität, vermeidet Überladung |
| Farbgestaltung | Helle, neutrale Farben an Wänden und Möbeln, Akzente | Optische Vergrößerung, Helligkeit und Offenheit |
| Beleuchtung | Mix aus Deckenlicht, Steh- und Tischleuchten, Dimmer, Pendelleuchte über Esstisch | Schafft Atmosphäre, hebt Bereiche hervor, beeinflusst Raumwahrnehmung |
| Stauraum | Vertikale Lösungen, Möbel mit integriertem Stauraum, Minimierung von Dekorationsgegenständen | Sorgt für Ordnung, vermeidet Unruhe, maximiert Nutzbarkeit |
Raumoptimierung durch intelligente Möbelplatzierung
Bei der Einrichtung eines 17 bis 20 qm großen Wohnzimmers mit Essbereich ist die Platzierung der Möbel entscheidend. Denke an den Fluss der Bewegung durch den Raum. Vermeide es, den Eingangsbereich zu blockieren oder Wege zu versperren. Der Esstisch sollte so platziert werden, dass genügend Platz zum Aufstehen und Bewegen der Stühle vorhanden ist, ohne gegen andere Möbelstücke zu stoßen. Dies bedeutet oft, dass der Tisch nicht direkt an eine Wand gestellt werden sollte.
Abstand halten ist wichtig
Planen Sie zwischen dem Sofa und dem Couchtisch etwa 40-50 cm Abstand ein. Dies erleichtert das Vorbeigehen und schützt Ihre Beine. Zum Esstisch sollten von den umliegenden Wänden oder anderen Möbeln mindestens 70-80 cm Platz sein, damit die Stühle bequem zurückgeschoben werden können.
Dekoration und persönliche Note
Auch auf kleinem Raum ist Platz für Persönlichkeit. Wähle Dekorationselemente, die dir Freude bereiten, aber achte darauf, es nicht zu übertreiben. Pflanzen bringen Leben in den Raum, und ein paar gut ausgewählte Kunstwerke oder Fotos können eine persönliche Geschichte erzählen.
- Pflanzen: Luftreinigend und dekorativ.
- Kissen und Decken: Für Komfort und Farbakzente.
- Bilder und Spiegel: Individualität und Lichtreflexion.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu 17 20 qm Wohnzimmer mit Essbereich einrichten
Wie teile ich ein 17-20 qm großes Wohnzimmer mit Essbereich am besten auf?
Die beste Methode zur Aufteilung ist die Nutzung von Möbeln wie dem Sofa als Raumteiler, das Platzieren von Teppichen zur Abgrenzung oder die Verwendung von offenen Regalsystemen. Auch die Beleuchtung kann hier unterstützend wirken, indem sie verschiedene Zonen unterschiedlich hervorhebt.
Welche Art von Esstisch eignet sich für einen kleinen Wohn-Ess-Bereich?
Für begrenzte Platzverhältnisse sind runde oder ausziehbare Esstische ideal. Runde Tische fördern die Kommunikation und sind oft wendiger, während ausziehbare Tische Flexibilität für den Alltag und besondere Anlässe bieten. Achte auf die Größe, sodass maximal 4-6 Personen bequem Platz finden.
Wie kann ich meinen 17-20 qm großen Wohn-Ess-Bereich größer wirken lassen?
Um den Raum optisch zu vergrößern, setze auf helle, neutrale Farben an Wänden und Möbeln, nutze viel natürliches Licht und platziere Spiegel strategisch. Vermeide wuchtige Möbel und achte auf schlanke Designs. Vertikalen Stauraum zu nutzen, kann ebenfalls helfen, den Boden frei zu halten.
Welche Möbel sind für einen kleinen Wohn-Ess-Bereich besonders empfehlenswert?
Multifunktionale Möbel sind ein Muss. Dazu gehören Sofas mit integriertem Stauraum, ausziehbare Tische, schmale oder stapelbare Stühle, wandmontierte Regale und schmale Sideboards. Wähle Möbel, die proportional zur Raumgröße passen und nicht überladen wirken.
Wie sorge ich für ausreichend Stauraum, ohne den Raum zu überladen?
Nutze den vertikalen Raum mit Wandregalen und hohen Schränken. Integriere Stauraum in Möbelstücke wie Sofatruhen oder Betten mit Bettkasten. Ein aufgeräumtes Erscheinungsbild wird durch regelmäßiges Ausmisten und die Verwendung von geschlossenen Schrankelementen erzielt.
Kann ich auch dunkle Farben in einem kleinen Wohn-Ess-Bereich verwenden?
Ja, dunkle Farben können gezielt als Akzente eingesetzt werden, um Tiefe und Charakter zu schaffen. Sie sollten jedoch nicht die dominierende Farbe sein, da dies den Raum optisch verkleinern kann. Eine dunkle Wand hinter dem Esstisch oder ein dunkles Einzelmöbelstück kann sehr wirkungsvoll sein, wenn es mit helleren Tönen kombiniert wird.
Wie wichtig ist die Beleuchtung für die Einrichtung eines kleinen Wohn-Ess-Bereichs?
Die Beleuchtung ist extrem wichtig. Sie schafft nicht nur Atmosphäre, sondern kann auch dazu beitragen, Zonen zu definieren und den Raum größer wirken zu lassen. Eine Kombination aus verschiedenen Lichtquellen – Deckenlicht, Stehleuchten, Tischleuchten und gezielte Akzentbeleuchtung – ist ideal. Eine Pendelleuchte über dem Esstisch ist ein klassisches Mittel zur Hervorhebung der Esszone.